|
Es ist einmal 1971 in Tübingen ein Mädchen geboren, das wächst als Tochter eines französisch-deutschen Ehepaares auf. Die Wörterfee hat ihr zwei Sprachen in die Wiege gelegt, die ganz verschieden klingen. Es lebt in einer Welt voller Geschichten und Bücher, und was darin passiert, wird jeden Tag fesselnder.
|
|
  |
Am altsprachlichen Gymnasium in Tübingen entdeckt sie, woher ihre Sprachen kommen, dass Wörter viele Bedeutungen haben, dass es unzählige Sprachen gibt und dass sie am liebsten alle lernen würde, weil sie so schön klingen. Und dass Musik auch sprechen ist, dass man damit Theater machen kann, dass auch Geschichten eine Geschichte haben, die man Mythologie nennt. |
Lesen wird ihr Lebenselixier, ganz besonders dann, wenn sie diese Faszination beim Theaterspielen und Vorlesen mit anderen teilen, anderen mitteilen kann.
Nach dem Abitur 1991 lebt sie in Spanien, studiert an der Universidad de Navarra, arbeitet als Sprachlehrerin, Dolmetscherin und Übersetzerin in Industrie und Wirtschaft.
Ab 1993 studiert sie Romanistik (mit den Sprachen Französisch, Spanisch, Italienisch) und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Tübingen. Zeitgleich übersetzt und dolmetscht sie weiter, arbeitet an der Uni Tübingen im Bereich französische und spanische Literatur, macht Industriepaktika in PR und Marketing.
Privat gewinnt für sie das Vorlesen zunehmend an Bedeutung. Sie liest Lernstoff und Romane für sehbehinderte Kommilitonen auf Kassette, unterhält verschiedene Lesezirkel in Cafés & Kneipen, tritt bei Slam-Poetry-Veranstaltungen und öffentlichen Lesungen auf, singt und spricht Texte für Filmproduktionen der Kunsthochschule Metzingen. Dazu kommen Fortbildungen in Textgestaltung, Sprecherziehung und Stimmbildung sowie die Auseinandersetzung mit der Geschichte und Theorie des Vorlesens.
Sie beschäftigt sich mit Märchen und Mythen, ihren Ursprüngen, Deutungsweisen und ihrer Bedeutung für die psychologische Entwicklung.
Nebenbei sammelt sie erste Erfahrungen in Klinik-Seelsorge und Sterbebegleitung
Nach dem Studium 1998–2000 arbeitet sie in Vertrieb und Marketing, was sie 2001 nach Saarbrücken führt. Immer häufiger träumt sie davon, nicht mehr durch Sprache zu verkaufen, sondern die Sprache selbst lebendig werden zu lassen und in die Welt zu tragen.
2002 beschließt sie dort an der Grenze zwischen ihren beiden Heimatländern ihren Traum zum Beruf zu machen – Die Vorleserin. Sie macht Märchen- und Literaturprogramme für Kinder und Erwachsene, gibt Kurse im Bereich Vorlesen und Erzählen, gestaltet Trauerfeiern u.v.m. Nebenbei vertieft sie sich weiter in den Bereich Notfall-Seelsorge und Krisenintervention für Feuerwehr und Katastrophenschutz. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann liest sie noch heute – für Sie! |